Barrierefreiheit ist elementar für die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Clubs sind oft in Altbauten oder Industriegebäuden untergebracht, wo bauliche Veränderungen teuer und komplex sind. Welche Maßnahmen plant Ihre Partei, um den Abbau von Barrieren in der Clubkultur finanziell zu fördern?
Die Förderung von barrierefreien Umbauten soll aus bestehenden Förderprogrammen unterstützt werden. Gleichzeitig wollen wir überzogene Vorgaben des Denkmalschutzes reduzieren und auf pragmatische Genehmigungsverfahren hinwirken. Für ein zusätzliches finanzielles Förderprogramm sehen wir angesichts der Haushaltslage des Landes Berlin keinen Spielraum.
Berlin gehört allen ohne Ausnahme. Menschen mit Behinderungen müssen überall teilhaben können. Deshalb wollen wir Inklusion in allen Verfahren und Strukturen verankern und den Maßnahmenplan Berlin Inklusiv fortschreiben. Barrierefreie Zugänge sind für uns Pflicht und kein Zusatz.
Kultur soll für alle Menschen zugänglich sein. Barrierefreiheit ist deshalb auch ein Grundprinzip kultureller Teilhabe. Deshalb wollen wir Förderprogramme so ausgestalten, dass Investitionen in Barrierefreiheit förderfähig sind. Insbesondere für Clubs in Bestandsgebäuden sollen finanzielle Unterstützungen für bauliche Anpassungen, barrierefreie Zugänge und inklusive Infrastruktur bereitgestellt werden. Weil es gerade bei älteren Gebäuden öfter Schwierigkeiten mit Barrierefreiheit gibt, ist es um so wichtiger, dass Lösungen auch dort ermöglicht werden. Hierbei wollen wir auch die Betroffenen selbst mit einbinden, um Lösungen zu erarbeiten. Dabei muss es insbesondere baurechtlich möglich gemacht werden, auch unkonventionelle Lösungen zuzulassen. Auch der Denkmalschutz muss sich bewegen und darf Barrierefreiheit nicht verhindern.
Die Chance auf kulturelle Teilhabe braucht niedrigschwellige Angebote. Um die flächendeckende Barrierefreiheit von Clubs und kulturellen Orten ist es nicht gut bestellt. Gemeinsam mit den Clubs, Betreibenden und Interessenvertretungen werden wir eine langfristige Strategie für eine barrierefreie Clubkultur entwickeln. Wir streben Barrierefreiheit sowohl für die Kulturnutzenden als auch für die in den Kultureinrichtungen Arbeitenden an – und unterlegen diese Maßnahmen auch finanziell. Wir werden deshalb zum Beispiel prüfen, inwiefern der Schallschutzfonds durch eine Umbauförderung ergänzt werden kann.
