Professionelle Clubkultur erfordert kontinuierliche Qualifizierung von Nachwuchs- und Künstler*innenförderung über Antidiskriminierung bis zur Awareness-Arbeit. Wie wird Ihre Partei die Zugänglichkeit und Finanzierung von Weiterbildungsangeboten für die Clubkultur langfristig sichern?

Wir halten an den bestehenden Fördermaßnahmen für Qualifizierung und Nachwuchsförderung fest. Projekte und Maßnahmen gegen Diskriminierung, Antisemitismus, Islamismus und Extremismus wollen wir auch weiterhin fördern.

Wir verstehen Kulturorte als Orte gesellschaftlicher Teilhabe und setzen uns für diskriminierungsfreie Zugänge und starke Strukturen gegen Ausgrenzung ein. Weiterbildung und Sensibilisierung sind dafür wichtig. Das gilt auch für Awareness und Antidiskriminierung. Dafür unterstützen wir weiterhin Angebote wie die Awarenessakademie und Projekte zum Thema mentaler Gesundheit in der Nachtökonomie.

Der öffentliche Raum soll stärker als Ort kultureller Teilhabe genutzt werden können. Wir sehen nicht-kommerzielle Free Open Airs als niederschwelligen Zugang zu Musik und Kultur im öffentlichen Raum, die insbesondere auch für junge Künstlerinnen und Veranstalterinnen wichtig sind. Wir wollen kulturelle Nutzung des öffentlichen Raums erleichtern und Genehmigungsverfahren vereinfachen. Einen ersten Aufschlag in diese Richtung hat der Bezirk Mitte gemacht. Nicht-kommerzielle kulturelle Veranstaltungen sollen rechtssicherer und unbürokratischer ermöglicht werden. Dafür setzen wir uns für berlinweit möglichst einheitliche Verfahren, transparente Kriterien, eine bessere Abstimmung zwischen den Bezirken sowie möglichst feste Ansprechpartnerinnen ein. Auch ein Open-Air- bzw. Freiluft-Gesetz für Berlin kann hilfreich dafür sein. Vereinfachte Genehmigungsverfahren sind für die Veranstalterinnen und die Behörden wichtig und werden von uns weiter vorangetrieben. Hierzu zählen auch nötige Anpassungen rechtlicher Vorgaben. Uns ist dabei aber wichtig, dass Umwelt und Natur nicht noch weiter durch Übernutzung geschädigt werden, weswegen wir die Szene bei nachhaltigen Lösungen unterstützen. Ebenso unterstützen wir die Ermittlung und Ausweisung von Kulturflächen sowie die Nutzung und Schaffung von Modellflächen, wie z.B. die Modellfläche TXL, die fortgesetzt und durch das Land besser unterstützt werden muss.

Die Awareness Akademie der Clubcommission leistet seit Jahren einen sehr wichtigen Beitrag, bei der Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur, für Awareness, Diversity und Antidiskriminierung. Wir wollen die Förderung der Awareness Akademie langfristig sichern und nach Möglichkeit ausbauen.